Sie kommen nach vielen Jahren zufällig wieder zurück in Ihr Heimatdorf, dorthin, wo Sie aufgewachsen sind. Sie fahren die Hauptstraße entlang und freuen sich innerlich, dass der beste Metzger/Fleischer im Ort die letzten 20 Jahre überlebt hat. Er hat geöffnet. Sie bremsen spontan und wollen sich an der warmen Theke eine Kleinigkeit holen. Als Sie aus Ihrem Wagen aussteigen, sehen Sie gegenüber den größten Mitbewerber, den es damals auch schon gab. Sie denken sich: ‚Aha, die Konkurrenz hat anscheinend renoviert.‘ Durch die klare Glasfront sehen Sie 3 Verkäuferinnen mit jeweils 2-3 Kunden, „früher war der Laden leer“, Sie drehen sich um und wollen Ihren Weg zu Ihrem Favoriten, zu Ihrer Kindheitserinnerung, fortsetzen.

Sie gehen zwei Schritte auf die Eingangstür zu, als Sie die alte Chefin des Ladens an der Tür erkennen. Sie grüßen sie mit einem Winker Ihrer Hand, grinsen und freuen sich, dass Sie nur noch Minuten von Ihrer früheren Leibspeise entfernt sind. Die Chefin erkennt Sie nach alle den Jahren nicht mehr, winkt ab und dreht den Schlüssel der Eingangstüre um. Verdutzt bleiben Sie stehen und ein Gedanke schießt Ihnen durch den Kopf: ‚Klar Mittagspause, das war früher schon so!‘ Enttäuscht drehen Sie sich um und kaufen beim Metzger gegenüber!

Wie lange, denken Sie, kann der favorisierte Fleischer in dieser Situation noch überleben?

Gutes Marketing, ehrliche Werbung und ein sauberer Außenauftritt

Wir kennen sehr viele solcher Geschichten, die so tragisch Sie sind, jeden Tag in Deutschland und überall auf der Welt genau so passieren. Dabei spielt die Qualität, das Produkt, die Serviceleistung, die Größe des Unternehmens oder die Firmierung nur eine Nebenrolle. Diese Entwicklung gibt es auch nicht erst seit gestern.

Das Hotel Gasthof „Zur Post“, Berching, im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, 500 Betten, 4000 zahlende Übernachtungsgäste pro Woche, 4500 verkaufte Abendessen und 4000 Frühstücke, ein Bier und Spirituosenkonsum von dem heutige Großgastronomen träumen. Wir schreiben das Jahr 1955 mitten im Wirtschaftswunder und auf der Spitze des Deutschen Busreise-Booms.

  • 1960 nur noch die Hälfte der 100 Angestellten sind noch in Beschäftigung
  • 1965 die Übernachtungsgäste sind nur noch wenige 100 pro Monat
  • 1970 Stilllegung von 2/3 der Hotellerie
  • 1980 werden noch 20 Betten angeboten
  • 1995 Schließung

Woher wir diese tragische Geschichte kennen? Weil sie sich in der Familie von Georg zugetragen hat.

Warum passieren solche Ereignisse immer wieder?

Nachlässigkeit? Unachtsamkeit? Ahnungslosigkeit?

In den seltensten Fällen haben nicht beeinflussbare Gegebenheiten damit zu tun.

  • Nachlässigkeit: „Wir haben doch vor einigen Jahren (meist 15 Jahre +) sehr viel Geld in Werbung investiert.“
  • Unachtsamkeit: „Plötzlich sind alle zum Mitbewerber gelaufen, nur weil der XYZ hat.“
  • Ahnungslosigkeit: Natürlich ist nicht jeder Unternehmer Marketing bewandert.

Transmutation im unternehmerischen wie auch im persönlichen Sinn hat sehr viel mit vorausschauendem Denken, kontinuierlicher Weiterbildung und Imagepflege zu tun. Zeigen Sie Ihren Kunden und Mitarbeitern, dass Ihnen das Auftreten Ihres Unternehmens wichtig ist? Arbeiten Sie aktiv an der Außenwirkung? Analysieren Sie Ihre Maßnahmen?

Unternehmen müssen sich regelmäßig neu erfinden, Unternehmen müssen sich Transmutieren.

Unternehmen müssen in Marketing investieren

Globalplayer machen das in einem ewig andauernden Prozess. Als KMU sollten wir uns regelmäßig Gedanken zu unser Zielgruppe mache und zu ihrem Verhalten.

Wenn sich unsere Zielgruppe verändert, müssen wir unsere Werbung, unser Marketing, unseren Außenauftritt und unsere Außenwirkung anpassen.

Auf dem Laufenden bleiben

In unserem Newsletter berichten wir nicht über Geschehnisse wie diese beiden oben beschriebenen wir zeigen Ihnen wie Sie Ihr Unternehmen nie in diese Lage bringen.