„Die Frau, die unter dem Radar fliegt.“

Sagte Joschi Haunsperger über mich. Oder: Warum ich so gerne im Hintergrund arbeite? Das verrate ich Dir heute sehr persönlich & das hat auch einen Auslöser, diesen Auslöser „Unterm Radar“  und  sogar noch weitere?  Viel Spaß beim Lesen, Jennifer.

„Lächle, atme und gehe langsam.“
Thich Nhat Hanh, gefunden auf myMONK.de

„Das Phänomen der Hochsensibilität tritt bei 15 bis 20 Prozent der Menschen auf.“ laut der Untersuchungen von Dr. phil. Elaine N. Aron.

Meine Geschichte fängt wie die Geschichte im Buch „Leben mit Hochsensibilität“ von Susan Marletta-Hart. Ich bekam vor gut einem Jahr dieses Buch von einer Freundin in die Hand gedrückt mit den Worten: „Ich dachte, du weißt das.“

„Wir Hochsensiblen sind ein Gesamtpaket. Unsere Sensibilität bedeutet auch, dass wir vorsichtig sind und mehr Zeit allein brauchen. Weil Menschen ohne diese Eigenschaft (also die Mehrheit) das nicht versteht, sieht sie uns als ängstlich, schüchtern, schwach, oder – das Schlimmste von allen – ungesellig. Aus Angst vor diesen Stempeln versuchen wir, wie die anderen zu sein. Doch das führt nur dazu, dass wir noch überforderter und gestresster sind. Und dann bekommen wir noch einen Stempel: Wir seien neurotisch oder verrückt … erst sagen es die anderen, und dann glauben wir es vielleiht selbst.“ Elaine N. Aron gefunden auf myMONK.de

Das Buch

Der Untertitel: Herausforderung und Gabe

„Ich dachte, du weißt das.“ Der Satz halte nach. Ich wusste auf einmal gar nichts mehr! Natürlich begann ich noch am gleichen Tag mit dem Lesen des Buches an. Tränen liefen mir über mein Gesicht. Hier stand schwarz auf weiß meine Lebensgeschichte! Mein täglicher Kampf! Ich durfte 47 Jahre alt werden, um endlich die vielen Antworten auf meine ganz persönlichen Fragen zu bekommen.

‚Und jetzt bloß nicht hart mit dir selbst ins Gericht gehen,‘ dachte ich mir.

Ich suchte mir Unterstützung.

#DANKBARKEIT

Mit Jochen & Georg fing ich an. Ich ging so offen mit meinem „Dilemma“ um, wie gefühlt noch nie in meinem Leben.  Wenn ich mit den beiden zusammen arbeiten wollte & vor allen Dingen erfolgreich werden wollte, sollten die beiden es wissen.

Schließlich gab es ja einen Grund, warum ich jahrelang so gern allein gearbeitet hatte, obwohl ich es nicht beim Namen nennen konnte.

Mein persönlicher Super-Gau

Ich suchte die Handynummer von meinem ehemaligen Therapeuten raus. Dieses Gefühlschaos durfte sich ein Professioneller anschauen & schließlich kannte er meine Lebensgeschichte.

Vor kurzem habe ich es bereits an einer anderen Stelle erzählt: Mein Super-Gau war das Ende meiner Ehe. Ich lebte bis dahin in der Vorstellung, dass der Sinn des Lebens die Liebe ist. Stets dafür belächelt, hatte mir mein Vater auf seine Art mit dem Buch „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm als 16-Jährige sein Verständnis für mich gezeigt. Und nun sollte nichts mehr davon übrig sein? Ich las viele Bücher, u.a. „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“ von Eva-Maria Zurhost. Was soll ich Dir sagen, ich hatte verdammt vieles richtig in unserer Ehe gemacht. Auch wenn es mein Umfeld anders sah! „Du hast ihn an der langen Leine gelassen.“ „Du hast dich um alles gekümmert.“ „Du hattest für alles Verständnis.“

Ich war glücklich gewesen, darum musste er sich tatsächlich nicht kümmern. Ich achtete auf meine Freiräume, deshalb gestand ich ihm auch seine zu u.s.w.

Und nun? Mit meinem ganzen Wissen ging ich damals zum Therapeuten. „Ich will meine Lebensfreude zurück!“ Er war beeindruckt. So etwas hatte er in seinen ganzen Jahren als Therapeut noch nicht erlebt. Der fünfstündige Test ergab als Diagnose: Schwere Depression. Nur ich kam gar nicht so rüber. Ich hatte so stark an meiner Mauer gearbeitet, dass ich mich freute, dass er mich nicht gleich durchschauen konnte, was natürlich für die therapeutische Arbeit nicht unbedingt vorteilhaft war. Und als ich mich von ihm zum Neurologen überweisen ließ, weil ich ein Medikament zur Unterstützung wünschte, erlebte ich die gleiche Fassungslosigkeit. Ich sagte ihm, dass ich möchte, dass die Fahrt der Gedanken auf einer achtspurigen Autobahn aufhören soll.

Heute weiß ich, dass der Mangel an Serotonin für viele Symptome verantwortlich ist.

Heute weiß ich, durch den Vergleich von Elaine N. Aron für die Verarbeitung von Sinneseindrücken mit einer Sortiermaschine: „Eine hochsensible Person sortiert Eindrücke in zehn Kategorien, während jemand anders nur zwei oder drei Varianten wahrnimmt.“, dass ich mir meine Autobahn nicht eingebildet habe.

Heute weiß ich, die Idee, nochmal meinen Therapeuten aufzusuchen, war Gold richtig, denn er ist mein Hausarzt für meine Seele.

@miss.multiheld

Nach der ganzen schweren Kost möchte ich Dir noch von einem weiteren, wunderbaren Auslöser erzählen. Ich betreue persönlich unseren Instagram-Account. In Zeiten von automatisierten Followers & Likes ist uns diese authentische Präsens einfach wichtig.

Natürlich stöber‘ ich gern auf anderen Accounts herum & habe Christina von justmycoach.de entdeckt. Und ihr erster Bühnenauftritt hat mich sehr bewegt. Da steht eine hübsche junge Frau mit ihrem roten Hütchen auf der Bühne & ein ganzer Saal hört ihr gebannt zu. „Macht Eure Träume nicht kleiner! Macht Euch größer! … Ihr seid anders!“ Und dann: Tobender Applaus!

DANKE! Liebe Christina, Deine Mission geht auf Reisen. Von dem Bühnenauftritt bin ich zwar noch weit entfernt und Du kannst es bestimmt auch noch nicht selbst greifen… Ich bin auf jeden Fall mega stolz auf Dich! Und step by step, wer weiß… ich feiere erst mal meine ersten öffentlichen Selfies.

Veit Lindau TV

Vor neun Monaten veröffentlichte Veit seine Meditation „Deine Gabe – Dein Licht“. Hat er sie für mich eingesprochen? Seither höre ich fast täglich diese Meditation und Jochen & Georg wissen, dass ich in der Mittagszeit nur ganz selten erreichbar bin. DANKE.

Power-Days in Berlin

„Du gehst zu Jürgen Höller?“, fragte mich Anfang des Jahres meine beste Freundin. Veranstaltungen mit vielen Menschen (hier waren tausende Menschen!) sind für mich eine echte Herausforderung & so sollte es auch vor Ort sein. Georg passte auf mich auf. Als Jürgen Höller die Warnung aussprach, dass die Sensiblen unter uns, sich jetzt wohl besser die Ohren zuhalten sollten, schaute gleich Georg zu mir. „Du bist einzigartig!“, hörte ich Jürgen Höller noch lauter sagen. Zu Georg sagte ich: „Alles gut.“ Ganz ehrlich, ein Jahr früher hätte ich das nicht geantwortet.

Fazit

Viele kleine Auslöser, nicht immer zeitlich korrekt aufgeführt, doch hier schließt sich mein Kreis.  Letzte Woche nahm ich an einem Webinar von Robert Betz teil. Im dazugehörigen Workbook stand unter seiner Vita: „Die Liebe ist für mich das Allerwichtigste im Leben. Ohne Liebe ist alles nichts.“ Danke. Auf Instagram kannst Du meine Gedanken von jenem Tag nachlesen. 

Herzliche Grüße Jennifer

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"Die Geschichte vom Adler, der glaubte ein Huhn zu sein"

von gelesen von Jennifer Kersten

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