Die eigenen Grenzen

Zum persönlichen Vorwärtskommen ist es hilfreich, die eigenen Grenzen zu kennen und sich damit auch auseinander zu setzen

„Niemand ist vollkommen.

Glück heißt, seine Grenzen kennen und sie lieben.“ Romain Rolland

Im Coaching habe ich es immer wieder mit Grenzen zu tun. Manchmal können sie genau benannt werden. Manchmal werden sie gar nicht als solche erkannt.

Mögliche Ausgangssituation

Im Arbeitsleben

Ein Chef möchte seine Grenzen den Mitarbeitern vermitteln, ohne als „strenger Chef“ wahrgenommen zu werden  oder die Selbstbegrenzung eines Selbstständigen, der dadurch mit „angezogener Handbremse“ unterwegs ist.

In der Partnerschaft

In Partnerschaften werden Grenzen vom Partner bzw. Partnerin überschritten, oft unwissentlich, weil sie nicht kommuniziert worden sind.

In der Wertevermittlung

Eltern, die ihren Kindern Grenzen setzen wollen, nur bitte nicht so, wie es die eigenen Eltern getan haben.

Die eigenen Gedanken bauen die eigenen Grenzen!

„Und wie komme ich auf neue oder andere Gedanken?“ Das ist die meistgestellte Frage. Meine Antwort: „Stell dir neue Fragen.“ Unser Gehirn versucht, jede Frage zu beantworten, d.h. stelle ich mir immer die gleichen Fragen, bekomme ich auch immer die gleichen abgespeicherten Antworten. Eine einfache Frage: „Was kann ich heute gutes für mich tun?“ Stell‘ dir mal diese Frage und du wirst merken, wie dein Gehirn arbeitet.

Das Beste zum Schluss

Zu diesem großen Thema „Eigene Grenzen“ gibt es viel Literatur. Ein Buchgeschenk findest Du am Ende dieses Blogs. Ich weiß, manchmal fehlt einem die Zeit, um große Abhandlungen zu lesen. Damit es keine Ausrede gibt, sprich keine Grenze um die Ecke kommt, habe ich nachfolgend eine kleine Geschichte für Dich.

Viel Spaß beim Lesen oder Hören!

Herzliche Grüße Jennifer

„Es ist unmöglich“ zum Lesen und zum hören >>

„In einem Kloster im Himalaya kam ein Schüler zu seinem Meister und sprach: „Meister, Ihr lehrt uns, dass es für den Menschen keine Grenzen gibt und nichts unmöglich ist. Doch das widerspricht meiner Erfahrung, denn ich erlebe jeden Tag, dass es Dinge gibt, die ich nicht bewältigen kann. Lehrt mich bitte verstehen, was Ihr mit euren Worten meint.“

Der Meister sah seinen Schüler einige Zeit nachdenklich an. „Wenn du wirklich deine Grenzen entdecken willst, nimm deine Sachen und folge dem Pfad hinter unseren Kloster tiefer in die Berge. Du wirst an den Punkt kommen, an dem ein weitergehen unmöglich scheint. Wenn du diesen Punkt erreicht hast, kehre um und berichte mir.“

Der Schüler tat wie der Meister ihn geheißen hatte und machte sich auf den Weg. Nach Wochen erreichte er den Punkt, den der Meister beschrieben hatte und kehrte zu seinem Meister zurück.

„Wie ich sehe bist du zurückgekehrt. So erzähle, was hast du entdeckt?“, sprach der Meister. „Meister, mitten auf dem Weg stand eine Mauer, darauf war geschrieben „Es ist unmöglich“. Da die Mauer zu hoch war, um sie zu übersteigen, kehrte ich um. Das Schild stimmt, es ist unmöglich diese Mauer zu überwinden.“

Der Meister runzelte die Stirn. „Wo war das Schild angebracht, an der Mauer selbst?“ Der Schüler überlegte kurz. „Nein, an einer schweren Tür. Doch sie wirkte so massiv, dass ich nicht versucht habe, sie zu öffnen.“

Der Meister lächelte: „Dann kehre zurück, und öffne die Tür.“

Der Schüler tat wie ihm geheißen war. An der Tür angelangt, gelang es ihm, mit einiger Mühe tatsächlich die schwere Tür zu öffnen. So verschwand das Schild mit der Aufschrift „Es ist unmöglich“ aus seinem Blickfeld, und er konnte seinen Weg fortsetzen.“

Buchempfehlung

Sprenge deine Grenzen, das Buch von Jürgen Höller

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